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Hohes Gericht,
werter Staatsanwalt und Herr Verteidiger.
Ich möchte mich bei Ihnen bedanken, dass ich heute die Möglichkeit habe, über das Leben mit und ohne meinen Andy zu sprechen. Seit diesem schlimmen Unfall bin ich in ärztlicher Behandlung. Habe auch in dieser Zeit 15kg an Gewicht abgenommen. Ich komme über den Verlust meines Kindes nicht hinweg.
AM ANFANG WOLLTE ICH AUCH EINFACH NUR STERBEN.
Aber ich durfte nicht, weil ich muss sein Vermächtnis erfüllen. Ich habe Andy es versprochen, an seinem Sarg. Ich beschütze und liebe deinen Erik, wie dich in all den Jahren. Nur das hat mich am Leben erhalten in so mancher traurigen Stunde.
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Sie kommen einfach und zeigen dir Dinge die deinen Sohn gehören. Dinge, die sie gar nicht haben dürften. Jetzt weist du, es stimmt was nicht.
Dann dieser Satz der dein ganzes Leben zerstört.
„Es tut uns leid, ihr Sohn ist heute Morgen um 1.45 Uhr bei einen Unfall verstorben.”
Es ist als reißen sie dir dein Herz heraus. Du merkst wie ein Teil von dir stirbt und du kannst nichts dagegen tun. Man will und kann nicht begreifen was dieser eine Satz fürs weitere Leben einer Mutter bedeutet. Das man sein Kind nur noch einmal im Leben sieht, aber das Schlimme ist, dein Kind ist TOT.
Und dann der schwere Weg in die Leichenhalle, alles ist kalt, keine Blumen und keine Kerzen und dann liegt vor dir dein Kind, in dieser kalten Schale und sieht nicht aus wie dein Kind.
Er war so kaputt, aber du weist in deinen Herzen, du fühlst es, es ist dein Kind.
Du willst Schreien doch du kannst nicht. Ich wollte ihn in den Arm nehmen, aber ich hatte Angst das es ihm weh tut. Ich habe nur seine Hand genommen, zum letzten Mal.
Sie war so kalt.
E I S K A L T !
Jetzt weist du, dein Kind ist tot. So kalt kann nur der Tod sein. Du kannst nicht einmal allein sein, nein, die Polizei und einer vom Bestattungsdienst muss dabei sein. Du könntest ja etwas an deinem Kind verändern.
Alles für was du 19 Jahre gelebt, gekämpft, gearbeitet, so manche Nacht wenn er krank war am Bett gewacht, dem du deine ganze Liebe gegeben hast, es ist einfach vorbei. Dein Kind ist Tot.
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Ich war mit Andy bis er 15 Jahre war immer allein. Sein Vater hat nicht mal regelmäßig Unterhalt gezahlt. Wir beide, dass war ein Team. Du warst mein Sohn, mein kleiner Bruder, mein bester Freund, mein Kamerad in guten, wie in schlechten Tagen und irgend wie mein Lebenspartner.
Am 13. Januar diesen Jahres wurde sein Kleiner Erik geboren. Ich durfte dabei sein. Das war wohl einer seiner schönsten Tage im Leben, als Erwachsener.
Am 13. Mai musste ich von meinem Kind Abschied nehmen. Am 6. Juni habe ich ihn zum letzten mal in meinen Händen, an meinem Herzen getragen, aber er war in seiner Urne. Ich habe ihn in die Erde gegeben.
Ich wünsche keinen von Ihnen hier im Saal, diesen Schmerz den ich heute seit 37 Wochen im Herzen trage.
Mein ganzes Leben, dass seines kleinen Bruders und das seiner kleinen Familie ist einfach zerstört. Wie werden alle die Erinnerung im Herzen und im Hirn tragen, aber sein Sohn wird sich nie an seinen Papa erinnern.
Er wird nie wissen, wie sein Papa ihn gefüttert, ihn gewickelt, ihn Lieder vorgesungen hat.
Jede Nacht wache ich auf, weil ich meinen Sohn nach mir rufen höre. Ich weis das keine Strafe dieser Welt meinen Sohn zurück bringt. Ich will einfach nur, dass der Unfallverursacher einmal im Leben für eine Sache die er getan hat, gerade steht und bestraft wird.
Ich habe für meinen Sohn ein Gedicht geschrieben, was auf seinen Grabstein zu lesen ist. Ich werde ihnen etwas daraus vortragen. Vielleicht können sie dann ein wenig fühlen was mir mein Kind bedeutet hat und ich ihm.
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Mein Gedicht vorgelesen!
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Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit
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Der Richter lies nach meiner Rede den Saal räumen, für 10 Minuten, weil alle weinten, es waren ungefähr 50 Leute anwesend. Es war auch eine Schulklasse anwesend die meinen Sohn nicht kannten. Selbst die Lehrerin und ihre Schülerinnen und Schüler weinten und sprachen mir ihr Beileid aus.
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Was der Unfallverursacher, der mein Kind getötet hat, bis heute nicht getan hat.
Dafür hasse ich ihn sein ganzes erbärmliches Leben lang.!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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Ich war Schwanger und habe auch dieses Kind mit Andy zusammen verloren, weil ich über eine Woche nichts zu mir nehmen konnte.
Für dieses Kind, was ich nicht einmal gesehen oder mit dem ich etwas erlebt habe, wurde der Angeklagte verurteilt.
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Nicht für meinen Sohn den ich seit 19 Jahren liebe.
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Was sind das nur für Menschen, die solche Urteile sprechen.?
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