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Ich begrüße sie zur Trauerfeier, im ehrenden Gedenken für Andy Neustädt.
Er war ein Mensch unter vielen anderen, so lebenslustig und liebevoll und doch ganz unverwechselbar.
So schicksalhaft ging er von ihnen und wir können es nicht fassen, dass Andy nicht mehr bei uns ist.
An dieser Stelle lief jetzt das Lied ab, welches sie im Hintergrund vernehmen.
Dieses war Andy's Lieblingslied.
Woher soll ich sie nehmen, die Kraft, am Ende eines Tages.
Woher soll ich ihn nehmen, den Willen, nach der Nacht der Willenlosigkeit.
Woher sie wohl kommt, die Sonne, nach jener Dunkelheit.
Alles hinter sich lassen?
Unfassbar, dass du nicht mehr bist nach all den Jahren der Liebe, Fürsorge und gegenseitigen Hilfe.
Viele von uns kennen diese Stunde der Verzweiflung.
Düsternis befällt den Menschen, eine offene Wunde scheint uns das Leben.
Der Tod greift kalt nach Hirn und Herzen, doch wir alle, rufen zur Linderung der Schmerzen, erinnern uns an die schöne vergangene Zeit.
Durch die heutige Trauerfeier wollen wir uns aber auch die Kraft, die Zuversicht und die Hoffnung für unser künftiges Leben geben.
Uns gegenseitig bei den Händen fassen, um in der Verbundenheit der Trauergemeinschaft Trost und helfenden Lebenswärme spenden.
Liebe Mama Frau Silvia Neustädt und Herr Ulli Zehmisch.
Liebe Lebenspartnerin Christina, Sohn Erik und Familie Bing.
Lieber Bruder Tom und Halbbruder Jeffry.
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Aufzählung der Verwanden.
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Liebe Freunde und Kameraden.
Verehrte Trauergäste.
Das junge und hoffnungsvolle Leben von Herrn Andy Neustädt ist durch einen so Tragischen Unglücksfall unbegreifbar früh und schicksalhaft zu Ende gegangen.
Der blumengeschmückte Sarg steht vor uns, ein unübersehbares, ein endgültiges Zeichen, dass der liebe Sohn, Lebenspartner und Papa, der Bruder und Enkelsohn, der Neffe und Cousin, der Freund und Kamerad nicht mehr lebt.
Die große Trauergemeinschaft, ein Meer von Blumen zeugen von der großen Wertschätzung für den lieben Verstorbenen.
Jetzt heißt es Abschied nehmen und wir müssen mit dieser Schicksalsstunde leben, die uns fast die Luft zum Atmen nimmt.
Der Tod macht das Herz schwer.
Er ist eine Last, immer und überall.
Wir alle tragen an dieser Last.
Ein Leben hat sich vollendet, ein Lebenskreis hat sich viel zu früh geschlossen.
Schmerzerfüllt und in Trauer, geleitet von innerlicher Verehrung und Achtung, haben wir uns in der Kapelle des Friedhofes zu Meerane zusammengefunden, mit der Absicht, einen jungen Menschen zu ehren und von ihm Abschied zu nehmen, einen Menschen, der von ihnen im Leben wie im Tod geblieben, geschätzt und geachtet wird.
Wir gedenken in Liebe, Dankbarkeit und tiefer Trauer
Herrn Andy Neustädt.
Heute vor einer Woche, am Dienstag, dem 6. Mai ist Andy mit nur 19 Lebensjahren so tragisch aus seinem jungen Leben gerissen worden.
Wir sind machtlos, traurig und erschüttert.
Man fragt sich, erträgt das Leben wirklich alles?
Erträgt es die nah zu unmenschliche Pflicht, das Liebste was man hatte, zu Grabe tragen zu müssen?
Hält das Leben allem stand?
Auch der unermesslichen Trauer aller Angehörigen und Freunde, die über die Unfallursache mit dem Schicksal noch lange hadern werden, ja auch in Gedanken nicht von Vorwürfen und Verurteilung frei sind.
Der Tod von Andy, ist die härteste Lebensbelastung, doch, nur wenn man sich gegenseitig stützt, sich viel Liebe schenkt, hat man eine Chance, mit diesem entsetzlichen Schmerz fertig zu werden.
Unser Abschiedlieder werden den Verstorbenen auf seine letzten Weg begleiten, Worte des Trostes sind in dieser Stunde schwer zu finden.
Andy lebt in ihren Erinnerungen weiter und bleibt die Sonne im Herzen aller Angehörigen und Freunde, aller hier Anwesenden.
Wir sehen in Gedanken seine strahlenden Augen, sein Lachen, sein Freundlichkeit, das gepflegt Äußere, wir empfinden seine Kameradschaftlichkeit, sein liebenswertes und höflichen Auftreten.
Es ist noch so lebendig in unserer Vorstellung und Empfindung, als müsste er jeden Augenblick zu uns zurückkommen.
Wir wissen, dass das nie mehr geschehen wird - aber wir können es nicht begreifen, schieben diesen Gedanken immer wieder von uns.
Die Betroffenheit und Trauer über den Tod macht das Sprechen schwer und bereitet eine schmerzliche Zeit.
Was kann und was soll in dieser Stunde der endgültigen Trennung gesagt werden, wenn man von einem lieben Menschen Abschied nimmt, der immer mit ihnen ging, dabei Freuden erlebte, reale Ziele hatte und so viel Optimismus ausstrahlte.
Schwer, in dieser Stunde des letzten Wortes auch das Recht zu finden, denn jedes Menschenleben mit seiner Vielfalt an schönen und Schweren, an freudvollen und schmerzlichen, an erfolgreichen und bedrückenden Stunden ist einmalig, ist unwiederbringlich.
So einzigartig und unwiederbringlich ein Ende gegangenes Menschenleben in seiner Gesamtheit ist, so unwiederholbar ist auch jeder Augenblick, jede Stunde seines Daseins. In diesem Sinne soll unsere Trauerfeier ein dankbares Erinnern an den lieben Andy sein, verbunden mit den Gewissen darum, dass damit eine Verpflichtung auf sie zukommt, nämlich alles weiterzutragen, bereichert durch ihre Erfahrungen sein Gedenken für immer wach zu halten.
Wir wissen alle, Andy hat ja soviel mitgenommen, seine Liebe und Treue, seine Hilfsbereitschaft und Zuverlässigkeit, seine Ehrlichkeit und Familienverbundenheit, ja ein Stück von ihnen allen selbst.
Und plötzlich müssen sie sich, liebe Mama Silvia,
liebe Lebenspartnerin Christina,
lieber Sohn Erik, liebe Angehörigen,
dem Leben neu stellen, sich neu ausrichten.
Nach 19 gemeinsamen Lebensjahren und 14 Monaten der liebevollen Lebenspartnerschaft scheint das eine kaum zu bewältigende Aufgabe zu sein.
Aber es ist in der Familie und im Freundeskreis zu schaffen.
Alle stehen an ihrer Seite und die zahlreichen Beileidsbekundungen belegen das eindrucksvoll.
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Doch der Tod hat ein Ende gesetzt, vor der Zeit, die so glücklich werden sollte.
Das auszuhalten, jetzt und später, wenn der Alltag wieder eingekehrt ist, darauf werden sie sich, liebe Trauernden noch lange einlassen müssen.
Und ich weiß, das dem heutigen Abschied noch viele Abschiede im Leben folgen werden.
Ihr Leben wird nicht mehr in seinen gewohnten Bahnen verlaufen und so wie es einmal war, wird es nicht mehr sein.
Die Lücke ist da, der Platz ist leer und Andy wird bei ihnen allen schmerzlich fehlen.
Doch im Erzählen, im Erinnern und vielen Bezügen zu dem, was noch zu erleben sein wird, ist er ihnen nahe, lebt ei in ihnen weiter.
Und ich glaube, es ist so lange einer nicht tot, als sein Gedenken nicht ausgelöscht ist, als er in unseren Erinnerungen lebt, die wir fragen können.
Das ist sein Weiterleben bei seinen Lieben, bei seinen Freunden und es ist an uns, Andy damit sein ewiges Leben zu geben.
Und immer sind irgendwo Spuren seines Lebens, Erinnerungen, Bilder, Gefühle.
Kein Gedanke,
kein Wort
und keine Tat geht verloren,
alles bleibt in unseren dankbaren Erinnerung.
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