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.....und Sie kommen einfach und sagen:
Dein Kind ist Tod!
Es ist der 6. Mai 2003. Die Sonne scheint und es scheint ein schöner Tag zu werden.
.......aber es sollte der schrecklichste Tag meines 37 jährigen Lebens werden.
Ich schaffe meinen kleinen Sohn Tom in den Kindergarten wie jeden Tag gegen 9 Uhr.
Danach ging ich mir Schuhe kaufen. Diese bekam ich noch mit viel Rabatt, weil ein Fleck daran war.
Gegen 11.45 Uhr bin ich noch schnell zum Fotograf. Dort wollte ich meine Bilder holen die seit März dort liegen. Der Fotograf sprach das er noch Bilder von Andy habe, von 2001, Passbilder.
Er zeigte Sie mir. Ja die nehme ich mit, obwohl mein Andy jetzt ganz anders aussieht sprach ich zu ihm.
Wie sehr ich Recht hatte mit diesen Satz, war mir bis dahin nicht bewusst.
Denn du mein geliebter Sohn warst zu diesen Zeitpunkt schon 10 Stunden TOD.
Ich fuhr zu meinen Eltern. Dort wollte ich meine neuen Schuhe zeigen und ich wusste auch das klein Erik da ist.
Vor dem Haus stand Polizei und ich dachte was ist denn hier los.
Ich ging ins Haus dort kam mir mein Vater entgegen.
Er sprach: Mein Aufrichtiges Beileid..... ich denke meine Mutter ist Tod.
Er spricht weiter: Andy ist TOD!
N e i n ! ! ! !
Ich will zu meinem Kind.
Mein Vater nimmt mich mit ins Wohnzimmer dort sitzt meine Mutter und Christina (Andys Freundin) und zwei von der Polizei.
Sie fragen sind das die Dinge ihres Sohnes?
Sie zeigen eine Gürtel schnalle, ein Schlüsselbund, ein silbernen Fingerring ...... ich will nicht das die Dinge meinen Sohn gehören, aber JA sie gehören meinem Andy.
Dann kommt dieser Satz der dein ganzes weiteres Leben verändert.
............ES tut uns so Leid,
ihr Sohn ist heute Morgen 1.45 Uhr bei einem Verkehrsunfall getötet wurden...........
Ich verstehe diesen Satz, aber ich will ihn nicht verstehen .....
Er bedeutet,
DU siehst dein Kind nur noch einmal in diesen Leben,
nur noch einmal in den Arm nehmen, du hast ihm doch noch so viel zusagen .....
Aber dein Kind ist TOD ... es ist Tod, einfach Tod.
Nie wieder in deine wunderschönen großen blauen Augen sehen!
Die Polizisten sprechen weiter aber ich höre und verstehe nichts.
Du merkst wie ein Teil von dir stirbt. Nichts aber auch gar nichts wird so sein, wie vor diesen Augenblick. ..... dann kamen Gedanken ....war mein Andy angegurtet? ....war mein Andy sofort Tod oder hat er noch einmal nach mir gerufen? Gerufen nach seiner Mama.
Du bekommst deine Fragen nicht beantwortet.
Mein liebes Kind hat der Staatsanwalt beschlagnahmt.
Er soll zur Gerichtsmedizin nach Chemnitz gebracht werden.
ICH WILL NICHT, das mein Kind geöffnet wird. Er ist Tod lasst ihn seinen Frieden, lasst ihn einfach in Ruhe.
Er gehört mir und nicht euch.
Das schwerste steht mir noch bevor. Wie sage ich Tom (4 Jahre) das sein großer Bruder Tod ist, das er nie mehr nach Hause kommt. Wie soll ich es sagen?
Stunden später an der Unfallstelle. Hier bist du mein geliebtes Kind gestorben, auf der Straße an einem Baum, das hast du nicht verdient.
Einfach so aus deinem jungen Leben gerissen von deinem Freund.
Christina und Ich bringen rote Rosen an die Unfallstelle.
7.Mai 2003
Ich rufe bei der Polizei an. Ich will mein Kind sehen und zwar bevor sie ihn öffnen.
8.Mai 2003
Es ist 9 Uhr und ich darf zu meinem Kind. Ich muss jetzt für immer von dir mein lieber Andy abschied nehmen.
Wir werden nie mehr zusammen Lachen, nie mehr zusammen deinen und meinen Geburtstag feiern, nie mehr mit Erik und Tom spazieren gehen, nie mehr werden wir gemeinsam durch leben gehen.
Wir haben doch die Hälfte meines Lebens zusammen verbracht. Du kannst mich hier nicht allein, ohne dich, zurück lassen.
WARUM hast du mich nicht mitgenommen?
Wir wollten doch zusammen Alt werten. Ich 80 Jahre und du 62 Jahre wir haben uns doch ausgemalt wie das ist. Wir zwei und Rentner. Weist du noch? Und jetzt bist du einfach nicht mehr bei mir.
Du hattest soviel noch vor in deinem Leben. Du wolltest das dein kleiner Erik eine glückliche Kindheit verlebt. Aber jetzt wird der kleine dich nur von Erzählungen und Bildern Kennen.
Er wird nie eine Erinnerung an dich haben. Er wird sich nie daran Erinnern wie du ihn im Arm gehalten hast, wie du ihn gefüttert und gewickelt hast. Nie in seinem Leben, aber er wird wenigstens nicht diesen unsagbaren Schmerz im Herzen und im Hirn spüren müssen. So wie die dich gekannt und geliebt haben.
So wie ich!
...............Ich stehe vor dir mein lieber Andy, ich weis das du das bist, aber du siehst nicht aus wie mein lieber Andy.
Ich will dich in den Arm nehmen, aber ich getraue mich nicht.
Du bist so kaputt!!!
ICH WILL DIR NICHT WEH TUN.
Schlaf in Frieden. Ich werde dich solange ich lebe nie vergessen. Ich gebe dir zum Abschied die Hand und sie ist so kalt, so eisig kalt kann nur der Tod sein.
Mein armes Kind wird nie mehr groß und stolz vor mir stehen.
Nie mehr!
Jetzt weis ich warum die von der Feuerwehr dich nicht erkannt haben, obwohl dich viele von Kindheit an kannten und zwei mit dir zur Schule gingen.
Ich will, dass niemand dich so sieht von deiner Familie. Nur ich und Ulli, weil ich bin deine Mama. Ich fühle das du nicht willst das jemand dich so sieht. Du warst immer auf dein Äußeres Bedacht. Du willst das dich alle so in Erinnerung behalten, wie zu Lebzeiten.
Ich werde noch oft fühlen in nächster Zeit, was du willst.
Morgen Freitag 9.Mai 2003 wirst du geöffnet.
Wenn du bis jetzt in deinen Körper warst um auf mich zuwarten, dann verlasse ihn jetzt.
Ich will nicht das dir jemand weh tut.
Ich will nicht das dich jemand einfach so aufschneidet.
Geh Andy, geh.........
Ich gehe nach Hause. Alles Erinnert hier noch an dich. Am Nachmittag gehen Ulli und ich zum Bestattungsunternehmen. Mit meinen 37 Jahren muss für meinen Grade 19 Jährigen Sohn einen Sarg aussuchen. Glauben Sie mir nur wer das schon tun musste, weis von was ich schreibe. Das ist eine Sache die wünscht man seinen größten Feind nicht, weil was schlimmeres für Mütter und Väter aber ich will auch euch ihr lieben Geschwister nicht vergessen gibt es auf dieser Welt nicht.
Das Einzigste das ich für dich noch tun kann. Eine wunder schöne Trauerfeier. Alle Menschen die um dich trauern können dort von dir Abschied nehmen. Ich will das die Trauerfeier so wird, als hättest du sie für deinen besten Freund oder gar für mich gemacht. Oft denke ich ,wie du dich wohl an meiner stelle fühlen würdest. Vielleicht hättest du, den getötet der mir etwas angetan hätte. Glaube mir der bekommt seine Strafe. Das habe ich an diesen Tag noch geglaubt. ABER ich musste mit ansehen wie unser Staat Urteile spricht die voller Hohn sind. Die Trauerfeier sollte am 13. Mai 2003 um 10 Uhr auf dem Friedhof in Meerane statt finden. Die Tage bis dahin, ich weis nicht. Ich kann nicht Essen, ich kann nicht Schlafen, ich kann nur Weinen und an dich Denken. Wie soll es weiter gehen ohne dich? Nur gut das ich noch viel zu erledigen habe. Ab jetzt muss ich um vieles kämpfen, was mir zu diesen Zeitpunkt noch nicht bewusst war. Viele Dinge um die man sich sonst gar keine Gedanken macht. In unserer Stadt hat sich herum gesprochen, das mein Andy bei diesen schrecklichen Unfall zu Tode gekommen ist. Jetzt gibt es auch schon die wildesten Geschichten, die Leute erzählen als wenn sie dabei gewesen wären. Solche Idioten, sie sollen froh sein das es sie nicht betrifft. Am liebsten würde ich den Briefkasten gar nicht mehr öffnen. Diese vielen Karten zeugen davon das viele Menschen an mich und Andy denken, aber es wird mir auch bewusst das mein Kind Wirklich Tod ist. Am Ende hatte ich 178 Karten zum Ableben meines Sohnes erhalten.
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